Was wäre, wenn der Auwald eine eigene Stimme hätte?
Ort
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Kosten
kostenfrei
Barierfreiheit
barrierefrei
Zielgruppe
Für Interessierte ab 16 Jahren. Vorwissen ist nicht nötig, nur Neugier und witterungsangepasste Kleidung.
Link zur Veranstaltung
Akteur/Veranstalter:in
Gaionauten e.V.
Das Resonanz-Labor lädt gemeinsam mit der Kulturwissenschaftlerin Dr. Hildegard Kurt zu einer geführten Begegnung im Leipziger Auwald im Rahmen der Umwelttage ein.
Weltweit verändert sich der Blick auf Natur. Lange galt sie vor allem als etwas, das der Mensch beherrscht und nutzt. Heute wächst ein anderes Verständnis: Wir sind selbst Teil der Natur und stehen nicht über ihr. Flüsse, Wälder und ganze Lebensräume werden dann nicht mehr nur als Ressource gesehen, sondern als ein Gegenüber mit der Anerkennung eigener Bedürfnisse. In Neuseeland, Ecuador und Spanien hat das bereits rechtliche Form angenommen.
Wir tragen diese Frage in den Leipziger Auwald. Meist gehen wir an einem Wald vorbei, als wäre er Kulisse, ein Etwas, in dem wir uns erholen oder das wir nutzen. Was geschieht, wenn wir einem einzelnen Baum, einem Bachlauf, einem Tier so begegnen, dass aus dem Etwas ein wirkliches Gegenüber wird, aus einem „das da“ ein „Du“? Wie soll das überhaupt gehen?
Wer genau hinschaut und zuhört, bemerkt mit der Zeit, was so ein Lebewesen zum Leben braucht. Aus diesem genaueren Verstehen wächst die Frage fast von selbst, ob ihm nicht auch eigene Rechte zustehen. So wird der Übergang von der Begegnung auf Augenhöhe zur Frage des Rechtes der Natur kein Bruch, sondern vielleicht sogar ein konsequenter, logischer nächster Schritt. Anlässlich des 40. Jahrestag der Gründung der Leipziger AG Menschenrechte erweitern wir ihre Fragestellung und gehen von reinen Forderungen an den Staat über zur Selbstverantwortung.
Gemeinsam mit der Kulturwissenschaftlerin Dr. Hildegard Kurt (und.Institut Berlin) laden wir zu einer geführten Begegnung ein. Kein Vortrag, keine Debatte, sondern eine angeleitete Zeit des genauen Wahrnehmens. Jede und jeder sucht sich einen Ort im Auwald und verbringt Zeit mit ihm. Danach teilen wir, was wir gesehen, gehört und gespürt haben, und fragen offen, was sich ändern würde, wenn dieser Wald selbst eine Stimme hätte.
Dieser Nachmittag ist ein Auftakt. Über das Jahr hinweg bleiben wir mit der Frage nach der Stimme und den möglichen Rechten des Auwaldes im Gespräch, mit allen, denen er am Herzen liegt.
Praktisches
Für Interessierte ab 16 Jahren. Vorwissen ist nicht nötig, nur Neugier und witterungsangepasste Kleidung. Bitte bringt unbedingt einen Notizblock und Stifte mit sowie nach Möglichkeit ein Sitzkissen.
Treffpunkt: Parkhütte auf dem Leibnizweg im Rosental, hinter dem Zoo (51.353117, 12.361359).
Die Teilnahme ist kostenlos. Wem gefällt, was wir machen: Eine Spende hilft uns, die Auwaldkampagne weiterzutragen.
Eine Veranstaltung des Gaionauten e.V. im Rahmen der Erdfest-Initiative und der Auwaldkampagne mit dem Netzwerk Rechte der Natur e.V.
Vorraussetzungen
Bitte bringt unbedingt einen Notizblock und Stifte mit sowie nach Möglichkeit ein Sitzkissen.