Kulturtipp: Neueröffnung Kaffeemuseum Arababischer Coffe Baum

Fairer Handel hat sich in den zurückliegenden Jahrzehnten aus einer kleinen Nische heraus zu einem gesellschaftlichen Zukunftsthema entwickelt. Kaum ein anderes Produkt steht dafür wie des Deutschen liebstes Getränk am Morgen, der Kaffee. Dies zeigt die neue Ausstellung im Kaffeehaus Arabischer Coffee Baum in der Leipziger Innenstadt, das als ältestes heute noch existierendes Kaffeehaus Deutschlands gilt.

© Stadtgeschichtliches Museum

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Auf einem Rundgang durch 15 Museumsräume führen mehr als 500 Ausstellungsobjekte sowie Ton- und Filmdokumente zu den Traditionen der Leipziger Kaffeehauskultur und der sächsischen Kaffeekultur. Darunter befindet sich eine Tasse, aus der Napoleon 1813 trank, sowie Röstgeräte, Kaffeezubereitungsgefäße, Kaffeehausordnungen, Blümchenkaffee und ein Probenröster. Erzählt wird die Geschichte der berühmten schwarzen Bohne als ein Kulturgeschenk des Orients: Vergangenes und Gegenwärtiges rund um den Kaffee als Genuss und Klischee, als Kolonialgut, als brisante Mangelware in der DDR und als globales Handelsgut. Neben der Rolle deutscher Unternehmen in der Kaffeewirtschaft, befasst sich die Ausstellung daher auch mit unbequemen Aspekten im globalen Kaffeehandel wie Kinderarbeit oder Spekulationshandel. Das Thema fairer Handel mit Kaffee, wird anhand Leipziger Fair-Trade-Initiativen „Der Leipziger“ und „Café Chavalo“ vertiefend erläutert.

Wegen Sanierung des Gebäudes ist das Museum Zum Arabischen Coffe Baum allerdings bis auf Weiteres für den öffentlichen Besucherverkehr geschlossen.