Fairtrade kaufen – Freude schenken

 

Rosige Aussichten zum Muttertag

Wer am Muttertag „Danke“ sagen möchte, greift gerne zu Süßem oder einem Strauß Blumen. Ob Schokolade oder Rosen, Geschenke aus Fairem Handel machen nicht nur den Müttern hierzulande Freude. Denn bei Fairtrade erhalten die Produzenten in den Herstellerländern des Südens gesicherte Preise und eine zusätzliche Prämie für Gemeinschaftsprojekte.

Alle Rechte TransFair e.V / Foto: Hartmut Fiebig Sylvia Chepkemboi Tanui, Vorarbeiterin im kenianischen Kericho

„Fairtrade gibt mir eine zweite Chance im Leben. Als ich hier auf der Blumenfarm ankam, hatte ich nichts. Durch Fairtrade habe ich einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz gefunden. Die Fairtrade-Prämie ermöglichte mir, nochmals zur Schule zu gehen und mich weiterzubilden. Jetzt kann ich für mich und meine Familie aufkommen.“ sagt Sylvia Chepkemboi Tanui, Blumenarbeiterin im kenianischen Kericho. „Fairtrade-Rosen zum Muttertag beschenken zwei Frauen gleichzeitig und leisten so einen direkten Beitrag zur Armutsbekämpfung “, so TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath. Immer mehr Verbraucher legen Wert auf verantwortungsvollen Konsum und achten beim Einkauf auf das Fairtrade-Siegel. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um 18 Prozent auf rund 400 Millionen Euro. Die Auswahl für faire Geschenke zum Muttertag ist groß: Rund 2000 Fairtrade-Produkte sind inzwischen erhältlich.

Rosenpflückerin von Fairtrade-zertifizierter Blumenfarm in Kenia

Alle Rechte TransFair e.V / Foto: Hartmut Fiebig  Rosenpflückerin von Fairtrade-zertifizierter Blumenfarm in Kenia

Rosen aus Ostafrika
Die große Nachfrage nach der „Königin“ der Blumen kann der heimische Anbau nicht decken. 80 Prozent der Rosen, die in Deutschland verkauft werden, müssen importiert werden. Rund die Hälfte davon aus Kenia. Fairtrade ermöglicht den vielen Pflückerinnen und Arbeitern bessere Arbeits- und Lebensbedingungen. Die internationalen Fairtrade-Standards beinhalten soziale und ökonomische Richtlinien wie Mutterschutz, Versammlungsfreiheit sowie direkte, langfristige Handelsbeziehungen. Auch ökologische Aspekte gehören dazu, darunter der sparsame Umgang mit Wasser und die schrittweise Reduzierung von Pestiziden. Obwohl sie per Flugzeug nach Deutschland transportiert werden, weisen sie eine bessere Ökobilanz auf als Rosen aus europäischen Gewächshäusern, denn durch das durchgehend warme Klima entfällt die energieaufwändige Beheizung der Treibhäuser. Der Erfolgskurs von Fairtrade-Rosen ist beachtlich: Über 80 Millionen Stiele wurden 2011 verkauft. Mit knapp sieben Prozent Marktanteil haben sich Blumen aus Fairem Handel am deutschen Markt etabliert.

Fairtrade Blumen in Leipzig

Auch in Leipzig kann jeder Blumen aus fairem Handel kaufen, ob im Supermarkt oder Discounter. Auch kleine Meisterbetriebe setzen zunehmend auf Blumen mit dem gewissen Mehrwert, so z.B. Michael Haedicke von HeadiFlor in der Johannes-R.-Becher Straße in Lößnig.

Blumenfinder:

Fairtrade-Blumen erhalten Sie unter anderem bei: Rewe, Penny, Toom, Edeka, Netto, Real, Hit, Tegut, Blumen Risse, Blume 2000 sowie bei über 400 Floristen.

Weitere Informationen unter www.fairtrade-deutschland.de/gastro-und-blumenfinder.