Bananen – krumme Dinger?

Banana Fairday – Kampagne von Fairtrade Deutschland

Bisher bietet kein Supermarkt in Deutschland ausschließlich Bananen aus fairem Handel an. Ein komplett faires Sortiment findet man momentan nur in den Weltläden. Fairtrade Deutschland hat deshalb die Kampagne #9von10 ins Leben gerufen. Denn 9 von 10 Bananen verkaufen sich unter Wert. Sie werden als billiges Lockangebot in den Supermärkten verkauft. Diesen Preisdruck bekommen vor allem die Produzenten zu spüren. Das Einkommen reicht den BananenbauerInnen und MitarbeiterInnen auf den Plantagen kaum zum Überleben.

Mit bundesweiten Aktionen soll auf das Thema aufmerksam gemacht werden. Fairtrade Deutschland hat während einer Deutschlandtour mit 10 „Bananen“ u.a. in der Leipziger Innenstadt über die Produktionsbedingungen von Bananen aufgeklärt und faire Alternativen vorgestellt.

 

 

Außerdem sollen die Supermärkte Ihre Verantwortung wahrnehmen und für mehr fair gehandelte Bananen im Handel sorgen.  Hier kannst du abstimmen, welcher Supermarkt in Zukunft nur noch faire Bananen anbieten soll:

https://www.fairtrade-deutschland.de/aktiv-werden/aktuelle-aktionen/banana-fairday.html

Zudem gibt es die internationale Kampagne „Make Fruit Fair“, die sich für die Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards im Handel mit tropischen Früchten einsetzt.

Gefordert werden:

  • existenzsichernde Löhne
  • faire Preise
  • Einhaltung von Arbeitsrechten
  • Umweltschutz

Weitere Infos und wie ihr euch engagieren könnt erfahrt ihr hier

http://makefruitfair.org/

 

Warum sollte man  Bananen aus fairem Handel kaufen?

(unter weiterlesen gibt es alle Informationen)

 

Ein Mindestpreis schützt die BananenproduzentInnen vor zu niedrigen Marktpreisen. Er wird auf Grundlage einer nachhaltigen Produktion errechnet.

Zum Verkaufspreis hinzu kommt eine Prämie oder ein Mehrpreis für soziale, ökologische oder ökonomische Projekte zur  Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort. Diese werden z.B. in Gesundheitsprogramme, Schulbildung, Infrastruktur oder Weiterbildung der ProduzentInnen investiert.

Ebenfalls muss den PlantagenarbeiterInnen der jeweilige gesetzliche Mindestlohn gezahlt werden. Oft reicht aber auch der gesetzliche Mindestlohn nicht zum Überleben aus. Hier erfahrt ihr, wie sich Fairtrade für eine nachhaltige Verbesserung der Situation der ArbeiterInnen einsetzt und sich auf den Weg in Richtung existenzsichernder Löhne begibt.

Die Fairtrade-Standards schreiben freien Zugang zu Gewerkschaften vor. Außerdem fördert Fairtrade den aktiven Austausch mit Gewerkschaften. Gewerkschaften setzen sich zudem für existenzsichernde Löhne ein.

Mit Schulungen und Projekten lernen die ProduzentInnen bessermit den Herausforderungen des Klimawandels umzugehen.

Der Einsatz hochgiftiger Chemikalien ist im fairen Handel verboten. Durch einen Bio-Zuschlag wird die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft zusätzlich gefördert. Bei Öko-Test haben nachweislich die fairen Bio-Bananen sehr gut abgeschnitten. Wohingegen bei Bananen aus konventionellem Anbau gesundheitsgefährdende Rückstände von Pestiziden nachgewiesen wurden.

Der faire Handel setzt sich auf vielen Ebenen für die Einhaltung der Menschenrechte ein und sorgt dafür, dass alle Akteure entlang der Lieferkette Verantwortung übernehmen.

Weitere Infos zu fairen Bananen findet ihr  bei Fairtrade Deutschland

https://www.fairtrade-deutschland.de/produkte-de/bananen/hintergrund-fairtrade-bananen.html

In Weltläden und Biofachgeschäften findet ihr Bio-Bananen aus fairem Handel von Banafair, einer entwicklungspolitischen Non-Profit-Organisation, die bereits seit Jahrzehnten im fairen handel aktiv ist.

In dieser Übersicht ist kurz erklärt, wie der faire Bananenhandel funktioniert.

Weitere Infos zur Arbeit von Banafair findet ihr hier https://www.banafair.de/

Quelle: BanaFair https://www.banafair.de/files/content/Fotos%20allgemein/BF-Infografik-2.png

https://www.banafair.de/files/content/pdf/zertifikate/BF-Infografik-2.pdf