Leipziger Gastronomen für fairen Handel

Der Regionalverband Leipzig des DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) ruft seine Mitglieder in der Region auf, ihren Gästen verstärkt fair gehandelte Produkte anzubieten. In einem Beitrag im Wirteblatt, der Verbandszeitschift wird die Qualität und Vielfalt der Produkte aufgezeigt und Beispiele für die positive Wirkung des fairen Handels beschrieben. Dabei ist der faire Handel in Leipzig auch schon gut verankert. Sowohl kleine Importeure, wie Café Chavalo als auch zahlreiche Geschäfte bieten die Produkte an und verschiedene Initiativen bieten Informationen und Unterstützung bei der Umstellung und dem Zugang zu den Produkten an. Die Gastronomen können mit fair gehandelten Produkten auch dem gestiegenen Bewusstsein der Deutschen entgegenkommen. Hier der Artikel zum nachlesen:

Multiplikatorenschulung Fairtrade Schools

Am 24.10.2017 von 10-16 Uhr im Pöge-Haus, Hedwigstraße 20 in Leipzig.

Die Kampagne Fairtrade-Schools vom Verein TransFair unterstützt Schulen dabei, sich für den Fairen Handel zu engagieren. Bundesweit beteiligen sich über 600 Schulen, davon sind über 350 bereits ausgezeichnet. Zur Kampagne gehören die Schulberatung und -begleitung vor Ort sowie die Durchführung von Workshops und Unterrichtseinheiten. Dafür brauchen wir Sie! Alle Informationen zum Workshop hier im Einladungsflyer.

Afrika-Wochen im Contigo – 3 Länder, 3 Tage

Am 29.8. und den beiden darauf folgenden Dienstagen (5.9., 12.9.) beginnt jeweils um 19 Uhr ein Vortrag zu einem von drei Ländern in Afrika. Unter dem Motto „Land und Leute“ berichten drei ganz verschiedene Menschen von ihren Erfahrungen im Zusammenarbeiten und -leben mit der Bevölkerung in Kenia, Togo und Uganda.
Ziel der Abende soll sein, zu zeigen, wie ein allgemein förderliches Zusammenwirken von Menschen des globalen Nordens und globalen Südens abseits der öffentlichen Tätigkeiten von Ministerien und Konzernen stattfinden kann.

Beginn ist jeweils um 19 Uhr im Contigo Fairtrade Shop, Nikolaistraße 6-10, Strohsackpassage. Als Einstieg gibt es eine regionale Köstlichkeit zu verkosten. Nach einer kurzen Begrüßung und Einleitung beginnt der Vortrag spätestens um 19.30 Uhr. Danach bleibt Zeit für Diskussion, Gespräche, Nachfragen.

Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung unter leipzig[at]contigo.de wird gebeten.

Die Afrika-Wochen sind ein Gemeinschaftsprojekt von KonsumGlobal Leipzig und dem
CONTIGO Fairtrade Shop Leipzig.
Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Fairen Woche statt.

Weitere Informationen zu den Vorträgen auch unter unter diesem Link:

Kenia – (c) Fabian Haas

Dienstag, 29. August, 19.00 Uhr
„Stadt-Land-Fluß – Ein Biologe in Kenia“ mit Dr. Fabian Haas

Dr. Fabian Haas ist Wissenschaftler und lebte über mehrere Jahre in der afrikanischen Metropole Nairobi und arbeitete dort in der landwirtschaftlichen Forschung als Insektenkundler. Auf vielen Reisen durch Kenia erlebte er die Unterschiede zwischen Stadt und Land, Bergen und Küsten. In diesem Jahr ist er für eine Filmdokumentation über Naturschutzreservate vor Ort. Er berichtet  von seinen Eindrücken und Erlebnissen mit vielen Bildern.

Dienstag, 5. September, 19.00 Uhr
„Ingenieure mit Reisepass in Togo“ mit Michael Pohl und Niels Dögnitz

„Ingenieure ohne Grenzen“ ist eine gemeinnützig anerkannte Hilfsorganisation. Seit 2013 unterstützt die ehrenamtliche Regionalgruppe Leipzig das Dorf Tomegbé im Norden Togos beim Aufbau der Wasserversorgung des lokalen Kindergartens. Durch Hilfe zur Selbsthilfe sammelten sie interessante Erfahrungen im Austausch mit den Menschen und den Herausforderungen vor Ort. Davon werden uns Michael Pohl und Niels Dögnitz berichten.

Uganda – (c) Georg Pluta

Dienstag, 12. September, 19.00 Uhr
„Solaröfen und Slumschulen – ein Aussteiger in Uganda“ mit Georg Pluta

ACHTUNG, NEUER VERANSTALTUNGSORT!
Der letzten Vortrag der Afrika-Wochen findet im Weltladen, Burgstraße 1-5 (Thomaskirchhof) statt.

Als Aussteiger ließ Georg Pluta 2013 sein Leben in Deutschland hinter sich und begann in Uganda Solaröfen zu verbreiten. Wenig später schloss er sich der deutschen Initiative „Nyendo“ an, die vor allem am Aufbau eines Netzwerkes zwischen den verstreuten Schulen in den Slums von Nairobi (Kenia) und Partnerschulen in Deutschland arbeitet. Georg Pluta berichtet von seinem Leben und Arbeiten mit den Menschen auf dem schwarzen Kontinent. Er wird auch Bezug nehmen auf die aktuelle Lage in der Dürreregion Ostafrika und wie diese die Aufbauarbeit zunichtegemacht hat.

Seit 2011 ist Leipzig Fairtrade-Town. Mit diesem Titel verpflichtet sich die Stadt das Bewusstsein für den Fairen Handel zu schärfen.
www.leipzig-handelt-fair.de

Der CONTIGO Fair Trade Shop besteht seit 2010 in Leipzig. Er verkauft ausschließlich Waren aus Fairem Handel.
www.leipzig.contigo.de

KonsumGlobal Leipzig ist ein ehrenamtliches Projekt, welches sich bei verschiedenen Veranstaltung und Bildungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit den Themen rund um Globalisierung und unserem Einkaufsverhalten beschäftigt.
www.KonsumGlobal-Leipzig.de

Die Faire Woche ist die größte Aktionswoche zum Fairen Handel in Deutschland. Sie fand 2001 zum ersten Mal statt und wird seit 2003 jedes Jahr in der zweiten Septemberhälfte durchgeführt. Die Faire Woche 2017 findet vom 15. bis 29. September zum Thema „Wirtschaftliche Perspektiven für die Produzent*innen im Globalen Süden“ statt.
www.faire-woche.de

Einen Stein in Rollen gebracht…

Arbeitende Kinder in einem Steinbruch in Indien

© Benjamin Pütter

… hat der 5. Mai 2017 mit Sicherheit. An jenem Abend versammelten sich in der Auenkirche in Markkleeberg Interessierte, Fachfrauen und Multiplikatoren, die allesamt ein Anliegen eint: Alternativen zu importiertem Naturstein, produziert unter menschenrechtsverletzenden Bedingungen, einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Organisiert wurde das Gesprächsforum von der Projektstelle „Kirchengemeinden – Lernorte für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit“ der Evangelischen Landeskirche Sachsen.

Bereits im Herbst 2014 unterzeichneten zu diesem Thema acht Kooperationspartner aus Zivilgesellschaft, Israelitischer Religionsgemeinde, Handwerk, Kirche und Kommune das Positionspapier „Grabsteine ohne Menschenrechtsverletzungen auf Leipziger Friedhöfen“. Obgleich mit dieser Verlautbarung ein Meilenstein erreicht wurde, bot der Informationsabend die Möglichkeit, Strategien zur konkreten Umsetzung des Papiers zu diskutieren. Den Einstieg in die Diskussion leistete dabei Benjamin Pütter (Berate beim Kindermissionswerk Sternsinger) mit Untersuchungsergebnissen zu den oftmals menschenrechtsverletzenden Arbeitsbedingungen in indischen Steinbrüchen.

Verschiedenste Vertreter, beispielsweise der Steinmetzinnung, des Evangelischen Kirchenbezirks oder der Stadt Leipzig, waren sich schnell einig: es ist möglich und auch bezahlbar, Gestein aus fragwürdiger Herstellung zu meiden. Ob zertifizierte Ware aus fairem Handel, Altgestein oder regionaler Naturstein: es gibt gerade in der sächsischen Region einige Möglichkeiten, sich aus einer Vielfalt an Farben und Formen das passende Produkt für ein Grabmal auszuwählen.

Die Herausforderung liegt nun darin, diese Erkenntnis an geeigneter Stelle zu kommunizieren. Hierbei sind wohl besonders Pfarrer und Steinmetze gefragt, die mit Trauernden in Kontakt kommen und diese mit der gebotenen Sensibilität über die Herstellungsbedingungen in der Steinindustrie aufklären können. Weitere Handlungsansätze sind beispielsweise die Aufnahme entwicklungspolitischer Bildungsarbeit in die Ausbildung von Steinmetzen, Friedhofspersonal und Seelsorgern, aber auch die Überarbeitung von Satzungen und übergeordneten Rechtsvorschriften.

Einen vielversprechenden Ansatz gibt es dabei auch auf Seiten der Kirchen. Sowohl die Auenkirchgemeinde Markleeberg Ost als auch das Landeskirchenamt beraten über einen Passus der jeweiligen Friedhofsordnung. Diese soll es Kirchengemeinden ermöglichen, Steine, die den Anforderungen der allgemeinen Menschenrechte nicht standhalten, nicht aufstellen zu lassen.

Dass als dies auch Stein des Anstoßes sein kann, ist unumstritten. So ist das eben mit ins Rollen gebrachten Steinen. Weitere Information zum Thema Naturstein aus fairem Handel finden Sie in der Broschüre „Würdiges Gedenken„.

Fairtrade Coffee Challenge

Jede Tasse zählt bei der „Coffee Challenge Leipzig“. Vom 1. bis 14. Mai ruft die Steuerungsgruppe Fairtrade Town zum Wettstreit auf:

Melde Dich bei der Challenge für Leipzig an. Ob im Büro, in Deinem Café oder bei Omas Geburtstag: Jetzt Kaffee aus Fairem Handel tringen. Fair gehandelter Kaffee wird ja auch schon im Rathaus, auf der Messe in den Uni-Mensen und vielen Bäckereien angeboten. Kaffeegenießer verbessern durch ihre Nachfrage die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern. 

Aktionen können auf www.fairtradechallenge.org recherchiert oder angemeldet werden. Höhepunkt des Kaffee-Wettstreits wird das Faire Frühstück am 13. Mai ab 11 Uhr auf dem Thomaskirchhof sein. Produkte aus fairem Handel in Leipzig findet man zu Beispiel hier: www.leipzig-handelt-fair.de/filialen

Bei diesen Terminen bist Du in guter Gesellschaft:

  • 10.05 um 17 Uhr im Museum Zum Arabischen Coffe Baum – Kleine Fleischergasse 4: Kaffee als Ware des airen Handels – Diskussion und Kaffeeverkostung
  • 13.05. von 11 – 15 Uhr – Faires Frühstück auf dem Thomaskirchhof, mit Verkostung und Kaffeerösten
  • 13.05. Info- und Mitmachnachmittag „Von der Bohne zum Kaffee“ im Contigo Fairtrade Shop in der Nikolaistraße 10 weitere infos dazu hier
  • 14.05. von 11 – 18 Uhr „Kirchberg-Café“ auf dem Connewitzer Straßenest schenkt fairen Kaffee aus

Positiv-Stadtrundgang “Nachhaltig leben, fair einkaufen in Leipzig” auch 2017

Plakat Rundgang 51x59cm ohne Logo kleinAuch im Jahr 2017 lädt KonsumGlobal-Leipzig wieder zu seinen regelmäßigen, öffentlichen Stadtrundgängen ein.
Unter dem Motto „Nachhaltig leben, fair einkaufen in Leipzig“ finden die Rundgänge immer am zweiten Dienstag des Monats statt. Der erste Termin ist der 11. April. Los geht es um 16 Uhr. Treffpunkt ist immer der Richard-Wagner-Platz (Pusteblumenspringbrunnen).

Der Rundgang führt durch die Leipziger Innenstadt zu Läden und Geschäften, die besonders nachhaltige und fair gehandelte Produkte führen. Auf dem Weg durch die City erklärt Marcel Pruß vom Projekt KonsumGlobal Leipzig verschiedene Wirtschaftsmodelle an Leipziger Beispielen, sowie globale Zusammenhänge.

Eingeladen sind alle Interessierten, die ihre eigene Lebensweise und ihren täglichen Konsum überdenken und Alternativen dazu in Leipzig finden wollen. Am Ende erhalten alle Teilnehmenden einen Einkaufsführer mit Konsumalternativen.

Der Stadtrundgang dauert zwei Stunden und ist kostenfrei.

Wer schon einmal dabei war, auch 2017 lohnt eine Teilnahme. Denn es gilt – im Vergleich mit dem vergangenen Jahr – drei neue Einrichtungen kennenzulernen.

Was: Positiv-Stadtrundgang: „Nachhaltig leben, fair einkaufen in Leipzig“
Wann: immer am zweiten Dienstag des Monat um 16 Uhr
Wo: Treffpunkt Richard-Wagner-Platz (Pusteblumenspringbrunnen)

Wei­tere Ter­mine 2017: 9. Mai, 13. Juni, 11. Juli, 8. August, 12. Sep­tember, 10. Oktober
Zusatztermine „Sonderöffnungszeit“:
Samstag 10. Juni (Leipziger Umwelttage) und 23. September (Faire Woche),
Sonntag 1. Oktober (Leipziger Markttage)

 

Woher kommen die Pflastersteine auf dem preisgekrönten Richard-Wagner-Platz?
Welche Probleme haben die Höfe am Brühl?
Wie lebt es sich vegan?
Ist saisonal und regional besser als bio?
Was genau bedeutet fairer Handel und warum lohnt es sich auch für mich dabei mitzumachen?

InnenstadtDiese Fragen und noch viele mehr werden bei diesem Stadtrundgang besprochen.

In Zeiten von absehbarer Ressourcenknappheit, Klimaveränderungen und Flüchtlingsbewegungen die auch uns erreichen, sollten sich die Menschen in den reichen Ländern der Welt Zeit zum Umdenken nehmen. Wie lange verträgt der blaue Planet unser aktuelles Wirtschaftsmodell? Wie sieht die Zukunft aus, wenn andere aufstrebende Nationen uns nacheifern?

Dieser Stadtrundgang gibt Antworten, die jedem Teilnehmenden Möglichkeiten zum Andersmachen vor der eigenen Haustür aufzeigen.

Erste Vernetzung zum Fairen Handel

vernetzungAm 9.2.17 organisierten wir unser erstes Vernetzungstreffen. Es war toll, so viele Menschen zu treffen, die sich in Leipzig für den fairen Handel engagieren. Bei interessanten Gesprächen wurden Kontakte aufgebaut und die nächsten Aktivitäten besprochen.

Schwerpunkte für 2017 werden die Themen „Kleidung“ im März und April und „Kaffee“ im Mai sein. Und natürlich werden auch andere Aktivitäten, z.B. im Rahmen der Fairen Woche im September geplant.

Speaker’s Tour: Chique Mode die krank macht

Gesundheitsschutz und Sicherheit sind in den Fabriken der globalen Bekleidungsindustrie immer noch Mangelware. Das beweisen die vielen Unfallmeldungen der letzten Jahre: Fabrikbrände und der Gebäudeeinsturz der Rana Plaza-Fabrik in Bangladesch forderten jährlich unzählige Opfer. Mit diesem Thema beschäftigt sich eine Veranstaltung der Fairtrade-Town Leipzig am Montag den 20. März.

Fabrikarbeiter beim Sandstrahlen von Jeansstoff

Sandstrahlen von Jeansstoff -Foto by Allison Joyce

Neben den meist unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen an Fabrikgebäuden und Fertigungsmaschinen birgt insbesondere das Sandstrahlen von Jeans, das zur Herstellung des sogenannten „Used Look“ verwendet wird, große Risiken für die Gesundheit der Angestellten. Das Einatmen großer Mengen Staubs führt dabei in vielen Fällen zur Silikose, allgemein bekannt unter der Bezeichnung Staublunge, eine unheilbare Lungenkrankheit, die zuvor vor allem im Zusammenhang mit der Arbeit in Mienen oder auf Baustellen festgestellt wurde.

 

Um diesen negativen Entwicklungen Einhalt zu gebieten machte in den Jahren von 2010 bis 2012 die Clean Clothes Campaign die tödlichen gesundheitlichen Folgen türkischer Sandstrahler öffentlich und konnte ein Verbot dieser Technologie als Selbstverpflichtung der Jeansmarken erreichen. Doch was haben die Selbstverpflichtungen letztlich gebracht? Und wie sehen die Bedingungen heute, 5 Jahre später in der türkischen Bekleidungsindustrie aus?

Darüber wird Abulhalim Demir berichten, der ehemals selbst als Sandstrahler in der türkischen Modeindustrie arbeitete. Neben der Bericht von seinen eigenen Erfahrungen, zeigt er Filme und geht auf die derzeitige Situation in der Bekleidungsindustrie ein.

Sie sind herzlich eingeladen an der Veranstaltung im Grünschnabel-Shop in der Nikolaistraße 20 teilzunehmen, Beginn ist um 20 Uhr.

Kulturtipp: Neueröffnung Kaffeemuseum Arababischer Coffe Baum

Fairer Handel hat sich in den zurückliegenden Jahrzehnten aus einer kleinen Nische heraus zu einem gesellschaftlichen Zukunftsthema entwickelt. Kaum ein anderes Produkt steht dafür wie des Deutschen liebstes Getränk am Morgen, der Kaffee. Dies zeigt nun auch die neue Ausstellung im Kaffeehaus Arabischer Coffee Baum in der Leipziger Innenstadt, das als ältestes heute noch existierendes Kaffeehaus Deutschlands gilt.

© Stadtgeschichtliches Museum

© Stadtgeschichtliches Museum

Fast 400.000 Besucher besichtigten seit der Eröffnung im Jahr 1999 das Museum „Zum Arabischen Coffee Baum“ unweit des Leipziger Markts. Nun, knapp 18 Jahre später öffnet die Ausstellung mit ihren geschichtsträchtigen Exponaten zur Kaffeekultur, sowohl inhaltlich, als auch grafisch neu aufbereitet und durch neue Themen ergänzt, wieder ihre Türen.

Wichtige Themenschwerpunkte der Ausstellung sind unter anderem Kaffee in der DDR oder die orientalische Kaffeeküche. Selbstverständlich ist immer noch einiges zur beinahe 400-jährigen Geschichte des Hauses „Zum Arabischen Coffe Baum“ zu erfahren.

Gänzlich neu aufgenommen wurden die Schwerpunkte „Kaffee als globale Handelsware“ und „Kaffeeware heute“, welche sich neben der Rolle deutscher Unternehmen in der Kaffeewirtschaft, auch mit unbequemen Aspekten im globalen Kaffeehandel wie Kinderarbeit oder Spekulationshandel beschäftigen. Das Thema fairer Handel mit Kaffee, wird anhand Leipziger Fair-Trade-Initiativen „Der Leipziger“ und „Café Chavalo“ vertiefend erläutert.

Die Ausstellung in der Fleischergasse 4 ist täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Leipzig bekennt sich zu nachhaltiger Entwicklung

Die Stadt Leipzig schließt sich der Musterresolution „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ des Deutschen Städtetags an. Dies hat die Ratsversammlung in ihrer Sitzung am 18. Januar 2017 mit großer Mehrheit beschlossen.

Der Beschluss begrüßt die von den Vereinten Nationen  verabschiedete 2030-Agenda und die darin enthaltenen 17 globalen Entwicklungsziele, die sogenannten „Sustainable Development Goals“ (SDGs), die neue Handlungsansätze zur Bekämpfung globaler Herausforderungen wie Klimawandel oder Armut definieren. Diese zeigen, als Kernstück der Agenda-2030, die Verantwortung für öffentliche Güter, wie Wasser, Boden, biologische Vielfalt oder gesunde Luft als Lebensgrundlage auch in den wirtschaftsstarken Ländern des Nordens auf.~6272446

„Das Motto ‚Global Denken, lokal Handeln‘ hat in der Messe- und Handelsstadt Leipzig eine tiefe Tradition, nicht zuletzt durch den Prozess der Leipziger Agenda 21. Diese Entscheidung zeigt eindrücklich, dass Stadtrat und Stadtverwaltung auch heute nicht die Augen vor globalen Herausforderungen verschließen, sondern die Verantwortung Leipzigs für eine zukunftsfähige und gerechte Entwicklung umsetzen,“ so Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal.

Dass der Schlüssel zur Lösung globaler Problemen in den Städten liegt, zeigt eine Prognose der Vereinten Nationen, dass bis 2050 70 Prozent der Menschen in Städten leben werden, was in der Anerkennung von Städten und Gemeinden als wichtige Akteure innerhalb der Agenda-2030 resultiert.

Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau: „Wichtigstes Ziel für uns ist das sogenannte ‚Stadtziel‘, das besagt Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten. Wir prüfen, wie weit diese Ziele bereits mit dem laufenden Prozess der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts INSEK abgedeckt sind, und an welchen Stellen wir noch ergänzen oder bestehende Planungen weiterentwickeln werden.“

In die Umsetzung der für Leipzig relevanten Nachhaltigkeitsziele werden die Bürgerinnen und Bürger über die Leipziger Agenda 21 sowie „Leipzig weiterdenken“ einbezogen.

Weiterführende Informationen zum Beschluss finden Sie im Ratsinformationssystem der Stadt Leipzig.